Oben Hui und unten Pfui …

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Oben Hui und unten Pfui …

Der Krieg, das ist die Schüssel aller Waffen
in der man Welt den Tod serviert –
die Kellner haben alle schwer zu schaffen,
damit nicht Blut zu Eis gefriert.

An reichgedeckten Tafeln wird getafelt,
oft wohlbeleibt und schon des Lebens satt –
mit vollen Mündern intensiv geschwafelt,
weil Lust auf Macht noch nicht orgastet hat.

In der Sicht nur weißbehandschuht‘ Hände,
denn ohne sie wär’n sie vom töten rot –
sie löschen nicht, sie fördern Weltens Brände –
ergötzen sich an vieler Wesen Tod.

Nach langer Nacht die Tafel aufgehoben –
den dräuend’ Morgen ekelt der Gestank
der Leichen, die man hat verschoben –
und füllt erneut des Teufels Waffenschrank.

©ee

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Gegen das Vergessen…

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